Pferdewissen: Geht’s dir gut?

Fell, Augen, Atmung – wir erklären euch, woran man ein krankes Pferd erkennen kann.

Bei Pferden gibt es ähnlich dem Menschen unzählige Krankheiten, die den Organismus befallen können. Im Ernstfall obliegt es Veterinärmedizinern anhand der Symptome zu bestimmen, woran das Pferd erkrankt ist. Um aber überhaupt zu wissen, wann ein Anruf beim Tierarzt nötig ist, sollte man ein krankes Pferd erkennen können. Im Gegensatz zum Menschen können Pferde uns nicht mitteilen, wenn sie sich schlecht fühlen oder Schmerzen haben. Erkennen kann man es aber trotzdem. Und zwar mittels Körpersprache.

Ein gesundes Pferd ist optisch gut erkennbar. Es sollte einen entspannten Eindruck machen, ein glänzendes Fell und klare wache Augen haben. Sein Fütterungszustand ist gut, es hat Appetit und trinkt regelmäßig. Puls und seine Atmung sind ruhig und gleichmäßig.

Symptome für eine Erkrankung
Bei kranken Pferden wirken die Augen häufig trüb, der Blick ist teilnahmslos. Auch gerötete und tränende Augen sind Anzeichen für eine Erkrankung. Das Fell ist matt und struppig, oftmals machen sich Erkrankungen durch Probleme beim Fellwechsel bemerkbar. Weitere Indizien für eine vorliegende Erkrankung ist Nasenausfluss, besonders wenn dieser dick und verfärbt ist. Atmet das Pferd unregelmäßig oder angestrengt, oder macht es gar Geräusche beim Atmen sollte dringend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Entlastet das Pferd insbesondere vordere Gliedmaßen, sind diese geschwollen oder heiß und hat es Taktunregelmäßigkeiten im Gehen deutet dies auf Verletzungen des Bewegungsapparates hin. Weit aufgerissene Augen und Schwitzen ohne Anstrengung sind ebenso Ausdruck von Schmerzen.

Leidet das Pferd an einer Erkrankung des Verdauungstraktes sind neben den genannten Symptomen auch die Ausscheidungen des Pferdes aussagekräftig. Der Pferdemist sollte eine lockere Konsistenz haben und weder zu hart noch zu weich sein. Hat das Pferd Probleme beim misten oder leidet an Durchfall ist ein Besuch des Tierarztes auf jeden Fall ratsam.

Ein weiterer Anhaltspunkt für die Gesundheit des Pferdes sind seine PAT-Werte. PAT steht für Puls, Atmung und Temperatur. Die durchschnittlichen Werte liegen beim Pferd bei 32 bis 40 Pulsschlägen und 12 bis 20 Atemzügen pro Minute sowie bei 37,5 bis 38,3 Grad Celsius Körpertemperatur.

Der Puls ist mit der bloßen Hand am besten an der Unterkieferpartie, unter der Schweifrübe oder am Fesselkopf messbar. Die Atemfrequenz lässt sich am besten durch die Beobachtung des Hebens und Senkens des Brustkorbes bestimmt und die Temperatur wird mittels Fiebermesser im After bestimmt.

Let’s get fit!

Nach der Saison ist vor der Saison. Die Arbeit im Winter ist die Basis für Erfolge im Sommer. Doch worauf kommt es dabei an?

Der Grundstein für den Sommer wird im Winter gelegt. Die Turniersaison ist vorüber und der Fokus liegt schon auf dem kommenden Wettbewerbsjahr. In der turnierfreien Zeit gilt es, sich und das Pferd fit zu halten und bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten. Wichtig ist es, zwar den Trainingsschwerpunkt auf die eigenen Schwächen zu legen, sich und seinem Partner aber auch genügend Ruhe und Entspannung nach einer anstrengenden Saison zu gönnen. Sture und eintönige Winterarbeit braucht niemand. Ein lockeres abwechslungsreiches Training fördert Motivation und Leistungsbereitschaft des Pferdes. Und schließlich kann nur ein gesundes und leistungsbereites Pferd auch Bestleistungen erbringen.

Daher keinesfalls an immer gleichen Lektionen festbeißen! Vielmehr kann man diese einfach immer wieder kurz in ein lockeres Training einfließen lassen. Pferde lieben es, Neues zu versuchen. Daher ist Kreativität gefragt. Und wann könnte man dieser im Training besser freien Lauf lassen, als im Winter. Geht mit dem Pferd Spazieren, longiert es, schult mit Cavalettiarbeit Takt und Konzentration, versucht euch in Freiarbeit oder lasst auf einem Ausritt einfach gemeinsam die Seele baumeln.

Natürlich gilt es in Vorbereitung auf die nächste Turniersaison auch an neuen Lektionen zu feilen und Unsicherheiten auszumerzen. Lasst euch dabei von eurem Trainer unterstützen und stellt euch ein lockeres aber effizientes Trainingsprogramm zusammen. Der Winter bietet außerdem Zeit, einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Viele Reitställe und namhafte Trainer bieten gerade in der turnierfreien Zeit interessante Kurse und Lehrgänge. Diese sind ein einfaches Mittel, um seine Perspektive zu erweitern und dem eigenen Training einen neuen Touch zu verleihen.

 Ideen für ein cooles Wintertraining findet ihr hier:


Trainer und Ausbildungsställe in eurer Nähe findet ihr übrigens auf der Pferdesport-Online-App. Einem erfolgreichen Wintertraining steht damit nichts mehr im Wege!


Pferdewissen: Passt der Sattel?

Zeigt das Pferd Empfindlichkeit im Rücken, schwindet der Rückenmuskel, ist es oft Ungehorsam oder geht es nicht im Takt? Dies können unter anderem Symptome für einen unpassenden Sattel sein. Wurden andere Auslöser wie medizinische Probleme ausgeschlossen, sollte schnellstmöglich ein Besuch vom Sattler folgen. Eine erste Sattelkontrolle kann man aber auch ganz einfach selbst durchführen und dadurch zumindest im Groben feststellen, ob der Sattel noch passt. Diese ersetzt jedoch keinesfalls die fachkundige Beurteilung durch einen professionellen Sattler!

Blick von außen
Kontrollieren Sie zunächst den Sattel selbst. Ist er unversehrt und gleichmäßig gepolstert? Die Polsterung soll stets symmetrisch, nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein. Auch der Sattelbaum sollte von Zeit zu Zeit kontrolliert werden. Im schlimmsten Fall kann dieser gebrochen sein. Überprüfen kann man dies, indem man den Sattel an Vorder- und Hinterzwiesel greift und versucht, den gesamten Sattel zusammenzudrücken. Ist der Sattelbaum unversehrt, darf der Sattel nicht nachgeben.

Kontrolle am Pferd
Im nächsten Schritt unterzieht man den Sattel einem Test auf dem Rücken des stehenden Pferdes. Der Sattel sollte nicht über den Lendenwirbel L3 hinausragen. Das kann man einfach überprüfen, indem man am Rippenbogen die letzte Rippe ertastet und entlang dieser eine Linie zum Pferderücken zieht. Ein gut passender Sattel muss vor dem erreichten Punkt enden.
Auch eine ausreichende Widerristfreiheit ist wichtig. Das Kopfeisen sollte parallel zum Schulterblatt verlaufen, der Sattel zwei bis drei Finger breit hinter dem Schulterblatt und dessen Muskeln liegen. Die Kreisbewegung der Schulter darf nicht durch den Sattel behindert werden.
Auch die Wirbelsäule braucht genügend Freiraum. Daher darf der Sattel keinesfalls auf der Wirbelsäule aufliegen. Die gut gepolsterten Sattelkissen dürfen in ihrer Breite nicht über den bemuskelten Bereich des Rückens hinausragen. Auch die Lage des Gurtes trägt zur richtigen Passform bei. Der Sattelgurt muss senkrecht nach unten zeigen und in etwa eine Handbreit hinter dem Ellbogen des Pferdes liegen.

Kontrolle in der Bewegung
Ist der Sitz des Sattels soweit in Ordnung kann man ihn auch in der Bewegung testen. Wenn er verrutscht, sich auf und ab bewegt oder das Pferd angespannter läuft als sonst, deutet das auf Probleme mit der Passform hin. Indizien für einen schlechten Sitz des Sattels sind nach der Arbeit ungleichmäßig verschwitzte Stellen am Rücken oder gar aufgerautes Fell.

Ein passender Sattel ist wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Pferdes. Die Auswirkungen, die ein unpassender Sattel auslösen kann, werden häufig unterschätzt. Angefangen von Rittigkeitsproblemen, über eine falsche oder fehlende Entwicklung der Muskulatur, bis hin zu ernsthaften Krankheiten wie Kissing Spines und Arthrosen können die Auswirkungen zu teils schwerwiegenden Konsequenzen führen.


Muss auch Ihr Sattel einer Überprüfung unterzogen werden oder sind Sie auf der Suche nach einem neuen Qualitätsstück? Mit der Pferdesport-Online-App finden Sie sämtliche Sattler in ihrem Umkreis; Kontaktdaten inklusive!


 

Wir feiern Geburtstag!

Heute vor einem Jahr wurde die App Pferdesport-Online ins Leben gerufen. Seitdem hat sich viel getan: wir haben unser Service-Paket kontinuierlich ausgebaut und die Datenbanken erweitert. Über 50.000 User bestätigen unser Konzept.

Die Idee entstand aus einer einfachen Alltagssituation. Wie schon so oft wurde die Suche nach einem neuen Stall zur echten Herausforderung. Diese und weitere Alltagssituationen in der täglichen Arbeit mit Pferden wurden in das Konzept für eine innovative Pferdesport-App verwandelt.

Nach der technischen Umsetzung durch das dynamische Team von BYTEQ und aufwendigem Zusammentragen erster Datensätze ging die App im Dezember 2016 zunächst mit Reitställen, Tierärzten, dem mobilen Marktplatz und dem persönlichen Bereich für das eigene Pferd online. Die Kreativität des Gründerteams ist schier grenzenlos und somit wurde die App laufend erweitert. Zunächst um die Aktionsseite, auf der Unternehmen ihre Angebote und Aktionen bewerben können, dann um Hufschmiede, Ausbildungsbetriebe und Trainer, Sattler sowie schlussendlich um den Bereich Transport, unter dem Anhänger und Mitfahrgelegenheiten zu finden sind.

Das Konzept kommt an. Mittlerweile griffen 51.210 User auf App und Homepage zu. In dem ersten Jahr wurden 760.127 Seitenaufrufe generiert. Auch die Datenbank ist weiter gewachsen. 1.812 Einträge in der Kategorie „Huf und Sattel“, 2.476 in der Kategorie „Stall & Co“, 577 Reitschulen und 82 Trainer lassen sich auf der Pferdesport-Online-App standortbasiert suchen und finden. Das macht die App zum größten Service-Anbieter auf diesem Gebiet.

Wir freuen uns über den Erfolg des ersten Jahres und arbeiten schon an Ideen und Plänen für das Jahr 2018. Denn unser Ziel ist es stets, allen Reitbegeisterten den bestmöglichen Service zur Verfügung zu stellen!

Pferdewissen: Woran man eine gute Reitschule erkennt

Der heilige Abend rückt immer näher. Wundervoll geschmückte Weihnachtsbäume, bunt verpackt Geschenke und leuchtende Kinderaugen machen den 24. Dezember zu einem der schönsten Tage im Kalenderjahr. Ein besonderes Geschenk für pferdebegeisterte Kinder sind Gutscheine für Reitstunden. Vor allem wenn es die ersten sind. Eltern, die selbst bisher nicht mit dem Reitsport in Berührung kamen, fällt es häufig schwer, die passende Reitschule zu finden. Wir bieten Ihnen einen Leitfaden, worauf man bei der Suche achten sollte.

Der erste Eindruck zählt. Dieses Credo trifft auch bei der Suche nach einem guten Reitstall zu. Bevor man sich tatsächlich für einen Betrieb entscheidet, sollte man ein „Schnuppertraining“ vereinbaren. Gewissenhafte Betriebe werden ein solches gerne anbieten. Betritt man den Stall zum ersten Mal, ist es wichtig, die Eindrücke wirken zu lassen. Wie wird man begrüßt? Nimmt man sich Zeit und wird man herumgeführt? Wird auf Fragen eingegangen? Begegnet einem der Reitlehrer offen und freundlich?

Reitställe gibt es viele. Und ebenso viele Menschen, die als Reitlehrer fungieren. Um die Qualität des Ausbildungsbetriebes festzustellen, sollte man den Ausbilder nach seiner Qualifikation und Berufserfahrung befragen. Der Dachverband des Pferdesports in Österreich, OEPS genannt, bietet fundierte Ausbildungen, um qualitätsvollen Unterricht zu garantieren. Reitlehrer, die eine solche Ausbildung absolviert haben, bekommen eine Plakette verliehen, die häufig im Stall aufgehängt wird. Ansonsten gilt es: Fragen stellen! Ausgebildete Trainer werden gerne von ihrer Erfahrung und ihrer (Trainer-)Laufbahn im Pferdesport berichten.

Zustand der Pferde
Das große Aushängeschild einer Reitschule sind die Schulpferde. Ob ein Betrieb viele oder wenige Lehrpferde besitzt ist – soweit die Pferde nicht überlastet werden – nebensächlich. Vielmehr zählt die Qualität der Schulpferde. Wie gut sind diese ausgebildet? Werden sie auch regelmäßig von qualifizierten Personen geritten und ausgebildet? Wie ist der Gesamteindruck der Pferde?
Schulpferde sind den Umgang mit vielen unterschiedlichen Personen gewohnt. Dies liegt gewiss nicht jedem Pferd, Lehrpferde sollten aber entspannt und neugierig auf Menschen reagieren. Sie sollten zufrieden und gesund wirken. Einen guten Gesundheitszustand erkennt man unter anderem an glänzendem Fell, wachen Augen und gepflegten, nicht riechenden Hufen. Der Ernährungszustand ist ein weiteres Indikat für eine gute, artgerechte Haltung der Tiere. Bei gut genährten Pferden sind die Rippen nicht sichtbar, aber unter dem Fell gut spürbar.
Auch die Haltungsbedingungen der Tiere sollten ein maßgeblicher Punkt in der Entscheidungsfindung sein. Haben die Tiere Koppelgang und große, helle Boxen? Haben sie Kontakt mit anderen Pferden und werden sie abwechslungsreich bewegt?
Lassen Sie auch den Gesamteindruck des Stalls auf sich wirken. Stall, Ausrüstung, Pferde und etwaige andere Tiere wie Hunde oder Katzen sollten gepflegt wirken.

Wie wird unterrichtet?
Auch die Art des Unterrichts ist ein wichtiges Kriterium. In vielen Reitschulen ist Bahnunterricht mit mehreren Pferden gang und gäbe. Dieser eignet sich tatsächlich gut, um Routine zu sammeln und die Hufschlagfiguren zu verinnerlichen. Hat man zuvor noch nie auf einem Pferd gesessen, sind Longestunden, alleine aus Sicherheitsgründen, ein Muss. Zudem kann sich der Reitlehrer auf den einzelnen Schüler konzentrieren und den Sitz permanent verbessern. Qualitätsvolle Reitschulen bieten den Bahnunterricht mit wenigen Schulpferden oder gar Einzelstunden an. Diese bringen dem Reitschüler weitaus mehr, da sich der Reitlehrer während des Unterrichts permanent auf den jeweiligen Schüler konzentrieren kann.

In guten Reitschulen geht der Unterricht auch über die Reitstunde hinaus. Die Reitlehrer nehmen sich im Idealfall auch vor und nach den Stunden Zeit für ihre Schüler, erklären ihnen die richtige Pferdepflege, wie man dem Pferd die Ausrüstung richtig anlegt und wie der Vierbeiner nach dem Training versorgt werden muss. Eine besondere Auszeichnung für das Können des Ausbilders ist es, wenn er auch während des Unterrichts theoretisches Wissen zu den Bewegungsabläufen des Pferdes und der richtigen Hilfengebung vermittelt.

Neben all der Faktoren, die eine gute Reitschule ausmachen, ist ein Punkt wohl am wesentlichsten: der Wohlfühlfaktor. Reiten soll Spaß machen! Der Reitschüler soll gerne zum Unterricht kommen und auch seine Freizeit im Stall verbringen wollen. Ist das gegeben und wird ihm auf kompetente und qualitätsvolle Weise das Einmaleins des Reitens beigebracht, dann kann man sich sicher sein, dass der perfekte Stall bereits gefunden wurde!

DIY: Pferdekekse selbst gemacht

Adventzeit ist Keksezeit. Gemütliche Winterabende bei Kerzenlicht, einer Tasse Tee und einem Teller voll unterschiedlicher Kekse lassen die Zeit bis Weihnachten wie im Flug vergehen. Zumindest die Gaumenfreude sollte auch den Vierbeinern nicht vorenthalten werden. Pferdeleckerlies können ganz einfach und schnell selbst zubereitet werden. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Die Zutaten können je nach Vorliebe des jeweiligen Pferdes verändert werden. Ob Banane, Himbeeren, Apfel oder die klassische Karotte, beinahe alle Obst- und Gemüsesorten können zu duftenden Pferdeleckereien verarbeitet werden.

 Grundrezept Pferdeleckerlies:

  • 250 g Haferflocken
  • etwas Mehl
  • etwas Wasser
  • Zuckerrübensirup
  • 1 Karotte
  • 1 Banane

 Den Backofen auf 180 bis 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Haferflocken gemeinsam mit der geraspelten Karotte und der zerdrückten Banane in eine Schüssel geben und gut vermischen. Je nach Konsistenz Mehl, Wasser und Sirup unterheben. Die Zutaten sollen zu einer glatten Masse werden. Dann kleine Taler formen, auf ein Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in den Ofen schieben.

Sobald die Leckerlies eine braune Farbe erreicht haben (nach ca. 20 Minuten), aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Dann können die kleinen Leckereien auch schon verfüttert werden!


Eine Anleitung für Fencheltaler findet ihr hier: