Gesundheit: Worms?! No entry!

Zweimal jährliche, alle zwei Monate oder gar nicht? Bei kaum einem medizinischen Thema scheiden sich die Geister so sehr wie beim Entwurmen. In den vergangenen Jahren scheint die traditionelle prophylaktisch Methode immer mehr der neuen selektiven Entwurmung zu weichen. Was die beiden Methoden ausmacht und wodurch sie sich unterscheiden, haben wir hier überblickmäßig festgehalten.

Zunächst gilt einmal zu klären, dass Würmer bei Pferden – so ungern das auch jeder hören mag – absolut normal sind. Problematisch werden sie erst dann, wenn sie zu zahlreich werden und beim Pferd gesundheitliche Probleme hervorrufen. Diese können dann in der Tat unterschiedlichste Erkrankungen des Verdauungstraktes hervorrufen und im schlimmsten Fall auch andere Organe befallen und bis zum Tod des Tieres führen.


Warnzeichen für einen starken Wurmbefall sind etwa:

  • stumpfes, glanzloses Fell
  • schlechter Fütterungszustand
  • Verdauungsprobleme
  • Abgescheuerte Haarpartien

Hält sich Verwurmung in Grenzen kommt ein Pferdeorganismus im Normalfall gut selbst damit zurecht. Bei ungefährlichem Wurmbefall wird ganz im Gegenteil sogar das Immunsystem gestärkt.

Diese Tatsachen verwenden Kritiker der Entwurmung gerne als Argument gegen medizinische Prophylaxe. Sie begründen es damit, dass Wildpferde auch ohne Entwurmung ein gesundes und häufig langes Leben führten.

Dem entgegenzusetzen ist die moderne Art der Haltung. Wenige bis gar keine domestizierten Pferde können sich auf so großen Flächen bewegen wie ihre wild lebenden Verwandten. Dementsprechend halten sich die Pferde heutzutage auch länger auf ein- und demselben Fressplatz auf. Kot- und Fressplätze sind nicht voneinander getrennt. Dementsprechend steigt die Infektionsgefahr um ein Vielfaches.

Das macht die Notwendigkeit eines richtigen Stallmanagements und der Hygiene im Pferdestall nur allzu deutlich.

Traditionell vs. modern
Mit der Erfindung des Wirkstoffs Benzimidazol in den 60er-Jahren hielt die Möglichkeit einer prophylaktischen Entwurmung auch in der Veterinärmedizin Einzug. Wie häufig einzelne Pferde bis hin zu ganzen Pferdebeständen entwurmt wurden, variierte von Zeitspannen von allen zwei Monaten bis hin zu zweimal jährlich. Die Wahl der Zeitintervalle beruht auch heute noch oft auf der persönlichen Entscheidung der Stallbetreiber, sollten doch sämtliche Pferde eines Stalles zum selben Zeitpunkt entwurmt werden. Eine genaue Diagnose gegen welche Parasiten überhaupt vorgegangen werden sollte oder eine Nachkontrolle, wie effizient die Entwurmung wirkte, gibt es nur in den seltensten aller Fälle.

Diese selektive Methode wurde in den vergangenen Jahren dennoch immer publiker und wird mittlerweile von vielen Veterinärmedizinern empfohlen. Eine selektive Entwurmung, ist zwar aufwendiger, dafür aber auch weitaus gründlicher.

Das sogenannte McMaster-Verfahren setzt zunächst eine Kotprobe voraus, in der die Parasiteneier pro Gramm Kot (EpG) gezählt werden. Aufgrund der Ergebnisse werden sämtliche geprüfte Pferde in zwei Gruppen, nämlich eine der „geringfügigen Eiausscheider“ und eine der „hohen Eiausscheider“ eingeteilt. Je nach Art der Parasiten und der Stärke der Verwurmung werden dann die anzuwendenden Wirkstoffe bestimmt. Alle entwurmten Pferde werden zwei bis drei Wochen nach der Entwurmung einer Kontrolluntersuchung unterzogen. Hier zeigt sich, ob die Behandlung angeschlagen hat, oder ob noch immer eine Verwurmung vorliegt. Dies kann beispielsweise passieren, wenn ein Pferd bereits Resistenzen gegen ein Medikament entwickelt hat. In diesem Fall wird der Tierarzt auf ein anderes Präparat zurückgreifen.

Nach einem ersten Übersichtsjahr werden die Pferde – immer noch nach Gruppe eingeteilt – erneut geprüft. Jene Pferde in der Gruppe der geringen Eiausscheider werden nur beim Überschreiten des Schwellenwertes von 200 EpG wieder entwurmt. Pferde in der Gruppe der hohen Eiausscheider werden hingegen über die Weidesaison verteilt kontinuierlich entwurmt.

Die Methode der selektiven Entwurmung ist zwar weitaus aufwendiger, rentiert sich aber bereits im zweiten Jahr auch finanziell merkbar, da weniger Wurmkuren eingesetzt werden müssen. Das A und O neben medikamentöser Vorsorge ist und bleibt allerdings eine ausreichende Hygiene im Stall und auf den Koppeln.


Sie wollen sich über veterinärmedizinische Themen wie die verschiedenen Entwurmungsarten informieren, sind aber noch auf der Suche nach dem richtigen Tierarzt? Unsere App ist ihnen bei der Suche behilflich. Hier finden Sie schnell und unkompliziert die Kontaktdaten sämtlicher Tierärzte in ihrer Nähe!


 

Reiterwissen: Es werde Licht!

Der Winterbeginn naht, die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Dennoch wollen viele die Freizeit mit dem Pferd in der Natur zu genießen. Auf welche Ausrüstung sollte man setzten, wenn man sich mit dem Pferd in der Dämmerung auf den Weg macht?

Ein längerer Ausritt im Herbst kann leicht bis nach Einbruch der Dämmerung dauern. Viele, vor allem berufstätige Reiter, wollen trotzdem nicht auf den Freizeitspaß mit dem vierbeinigen Partner verzichten. Damit der Ausritt aber keine Gefährdung für Reiter und Pferd oder gar andere Verkehrsteilnehmer wird, sollte man auf eine ausreichende Sicherheitsausrüstung achten. Neben der normalen Sicherheitsausrüstung von Pferd und Reiter (Helm etc.) sind in der Dämmerung reflektierende Artikel unverzichtbar. Von einer reflektierenden Sicherheitsweste für den Reiter bis hin zu einer großen Auswahl an Leuchtartikeln fürs Pferd ist mittlerweile in Reitsportfachgeschäften alles erhältlich.

Mehr ist in diesem Fall auf jeden Fall mehr – je größer die reflektierende Fläche ist, desto besser ist man im Straßenverkehr sichtbar und beugt Unfällen vor. Selbst große Objekte wie ein Pferd sind in der Dämmerung für den Autofahrer nur schlecht sichtbar. Qualitativ hochwertige Leuchtartikel reflektieren auf eine Distanz von bis zu 120 Metern. Autofahrer werden damit frühzeitig auf Pferd und Reiter aufmerksam und können dementsprechend reagieren.

Beim Pferd sind besonders Leuchtgamaschen empfehlenswert. Während der Körper des Pferdes oft erst sehr spät vom Scheinwerferlicht erfasst wird, kommen die Beine des Pferdes schon viel früher in die Reichweite des Lichtkegels. Hat man aus einem Grund nicht vier reflektierende Gamaschen zur Verfügung, sollte man zumindest das linke Beinpaar mit Leuchtgamaschen versehen.

Eine reflektierende Nierendecke macht den gesamten Pferdekörper besser sichtbar. Damit auch die Vorderseite des Pferdes für entgegenkommende Autos beleuchtet ist, sind Leuchtstreifen für Vorderzeug, Zaumzeug und Zügel erhältlich.

Ein absolutes Muss – weil gesetzlich in §79 StVO verankert – ist die Kennzeichnung durch eine „hellleuchtende Laterne“ an der linken Seite. Für den Begriff Laterne gibt es in der StVO keine genauere Regelung. Wichtig ist nur, dass die Lampe Pferd und Reiter klar erkennbar macht. Eine Stieifellampe oder eine am Steigbügel befestigte Leuchte sind ausreichend. Bei nicht-Einhaltung der StVO drohen dem Reiter Geldstrafen bis zu 726 Euro.

Damit man auch sieht, wohin man reitet und welche eventuellen Hindernisse – wie Wurzeln – am Boden lauern, empfiehlt es sich eine Stirnlampe zu tragen. In den meisten Reitsportfachgeschäften ist eine Auswahl an Helmlampen erhältlich. Einige Lampen können ganz einfach an der Krempe des Helms befestigt werden. Vorsicht nur beim ersten Tragen der Lampe. Man sollte das Pferd zunächst vom Boden aus mit der neuen Lichtquelle vertraut machen. Es könnte durchaus passieren, dass sich das Pferd beim ersten anknipsen vom Rücken aus erschreckt.

Mit der richtigen Ausrüstung kann man  der dunklen Winterzeit trotzen und selbst nach Einbruch der Dunkelheit schöne Stunden mit dem Pferd verbringen. Und eine verschneite Winterlandschaft hat bei Mondlicht ihren ganz eigenen Reiz…

Pferdewissen: Verladen leicht gemacht

Ob für einen Ausflug zu einem herbstlichen Ausritt, für den Besuch eines Turniers oder in einem medizinischen Notfall: einige Situationen im Pferdealltag erfordern den Transport des Sportpartners. Damit die Fahrt mit dem Pferdeanhänger kein Höllenritt, sondern ein stressfreies Erlebnis für alle Beteiligten wird, muss das Pferd das ABC des Verladens erlernen.

Der Grundstein wird wie so oft in der täglichen Arbeit gelegt. Für ein gelungenes Verladetraining ist das Einmaleins des Führens Pflicht. Vorwärtsgehen, Lenken, Halten und Rückwärtsrichten dürfen in normalen Situationen keine Probleme mehr machen. Ebenso wichtig ist ein ausreichendes Vertrauen zur führenden Person. Das Pferd wird einer ihm bekannten Person lieber folgen als fremden Personen.

Damit der Vierbeiner zukünftig gerne einen Hänger betritt müssen die ersten Erfahrungen mit dem Gefährt auf jeden Fall positiv verlaufen. Negative Erfahrungen würden das Pferd in seiner Unsicherheit bestärken und es könnte tief sitzende Ängste vor dem Verladen entwickeln.

Es empfiehlt sich, das Pferd behutsam aber bestimmt an den Hänger heranzuführen, es zunächst nur auf die Rampe zu stellen. Funktioniert dies ohne Probleme kann man beginnen es für kurze Zeit in den Hänger hineinzuführen. Positive Bestärkung durch Lob und Leckerlis machen den Gang in den Hänger zusätzlich attraktiv. Die Trainings-Sessions sollten anfangs kurz gehalten werden, damit das Pferd nicht überfordert wird und das Training positiv abgeschlossen werden kann.

Tipp vom Profi:
Kommunikationswissenschaftlerin Linda Weritz erklärt in dem Video, worauf es bei gutem Verladetraining ankommt:


Euer Pferd ist beim Verladen top, aber ihr seid noch auf der Suche nach einem fahrbaren Untersatz? Kein Problem! Auf der Pferdesport-Online-App findet ihr Anhänger und Mitfahrgelegenheiten.


 

Pferdewissen: 10 Tipps, woran man einen guten Hufschmied erkennt

Hufschmiede sind für jedes Pferd unentbehrlich und maßgeblich für die Hufgesundheit  verantwortlich. Wenn es für das Pferd zur Pediküre geht, sollte man sich deshalb sicher sein, dass man nur Experten an die Füße des geliebten Vierbeiners heran lässt. Schlecht beschnittene Hufe oder falsch montierte Eisen können auf kurze und lange Sicht fatale Auswirkungen auf die Hufgesundheit haben.

 Doch woran erkennt man einen guten Hufschmied?

  1. er kann eine staatlich geprüfte Ausbildung vorweisen
  2. er arbeitet gründlich und gewissenhaft
  3. er verfügt über fundiertes Fachwissen und kann jederzeit erklären was er warum macht
  4. er kennt sich am Markt aus, weiß über Innovationen und verschiede Beschlagsarten bzw. –techniken Bescheid und bildet sich laufend fort
  5. er wählt für jedes Pferd eine individuell passende orthopädische Lösung
  6. er kann gut mit Pferden umgehen
  7. er verfügt über gutes Fachwissen über Hufkrankheiten und Verletzungen des Bewegungsapparates und arbeitet bestenfalls eng mit Tierärzten zusammen
  8. er begutachten das Pferd vor und nach dem Beschlag im Schritt und Trab
  9. er nimmt sich ausreichend Zeit für den Beschlag des Pferdes und die Beratung des Pferdebesitzers
  10. er passt das Hufeisen gründlich und genau an den Huf an – schließlich ist jeder Pferdeschuh Maßarbeit.

Ihr seid noch auf der Suche nach einem passenden Hufschmied? Dann werft doch einen Blick in unser Hufschmiede-Register online oder auf der Pferdesport-Online-App. Hier findet ihr Kontaktdaten sämtlicher Schmiede in eurer Nähe!


 

Partystimmung in Wr. Neustadt

Bewaffnet mit übergroßen Brillen, Partyhüten und Discokugel hat sich Pferdesport-Online.com gemeinsam mit Equiva Austria auf zur Apropos Pferd in Wr. Neustadt gemacht. Mit dem einzigartig lustigen Selfie-Gewinnspiel haben Pferdesport-Online Gründerinnen Karin Schindler und Andrea Grob gemeinsam mit Equiva-Gebietsleiterin Dani Wolf dem eiskalten Wind getrotzt und die Gewinnspiel-Teilnehmer zum Mitspielen und Lachen animiert.

Ganz unter dem Motto „je verrückter, desto besser“ fanden die Teilnehmer in der großen Fotobox eine Vielfalt an Requisiten. Glitzernde Hüte, crazy Sonnenbrillen, Mikrofone und E-Gitarre zum Aufblasen – der Kreativität der Gewinnspiel-Teilnehmer waren keine Grenzen gesetzt. Für den Preis, ein Sportsline Set zur Verfügung gestellt von Equiva Austria, mussten sich die Teilnehmer dann ins Zeug legen: Verkleidung kreieren, Selfie schießen und auf Facebook fleißig für Likes werben. Der Spaß ist bei der Selfie-Challenge garantiert bei Keinem zu kurz gekommen!

Siegerfoto

Gewonnen hat schlussendlich Jeannie Wurzer. Wir gratulieren zum Sieg und wünschen viel Freude mit dem gewonnenen Equiva-Set!

Mit Equiva-Austria hat Pferdesport-Online einen weiteren starken Partner im österreichischen Pferdesport gefunden. Der Reitsportfachhandel hat es sich wie Pferdesport-Online zur Aufgabe gemacht, die heimische Reit- und Zuchtszene mit zahlreichen Projekten zu unterstützen und zu fördern.


Kleines Best-Of der Selfie-Party in der Arena Nova:

DIE WUNSCHPFERDEMACHERIN

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Pferde, Pferde und nochmals Pferde!

Die Reit-Zeit Zuchtinfo, besteht erst seit kurzem. Daniela Wolf – Die Wunschpferdemacherin: “ Ich habe das Glück, meinen Traum von der eigenen Pferdezucht träumen zu dürfen. Solang es mir Freude macht, habe ich entschieden dieser Liebelei nach zu gehen.Ich kann für 2018 bereits versprechen, dass ich spannende Anpaarungen mit meinen Stuten versucht habe. Ich freue mich besonders auf das DeLorean Fohlen, da ich glaube, dass das wirklich eine tolle „CrossOver“ Variante werden könnte.

Ich züchte nicht „ins Blaue“. Meine Fohlen sind alle bereits vor der Anpaarung vergeben oder haben einen Teilhaber! Es handelt sich also um eine Privatzucht von Sport- und Freizeitpferden. Gerne verpachte ich Stuten für einen Jahrgang, auf Anfrage.“

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und sind gespannt auf die Nachkommen!