Der Winterbeginn naht, die Tage werden kürzer und die Nächte länger. Dennoch wollen viele die Freizeit mit dem Pferd in der Natur zu genießen. Auf welche Ausrüstung sollte man setzten, wenn man sich mit dem Pferd in der Dämmerung auf den Weg macht?

Ein längerer Ausritt im Herbst kann leicht bis nach Einbruch der Dämmerung dauern. Viele, vor allem berufstätige Reiter, wollen trotzdem nicht auf den Freizeitspaß mit dem vierbeinigen Partner verzichten. Damit der Ausritt aber keine Gefährdung für Reiter und Pferd oder gar andere Verkehrsteilnehmer wird, sollte man auf eine ausreichende Sicherheitsausrüstung achten. Neben der normalen Sicherheitsausrüstung von Pferd und Reiter (Helm etc.) sind in der Dämmerung reflektierende Artikel unverzichtbar. Von einer reflektierenden Sicherheitsweste für den Reiter bis hin zu einer großen Auswahl an Leuchtartikeln fürs Pferd ist mittlerweile in Reitsportfachgeschäften alles erhältlich.

Mehr ist in diesem Fall auf jeden Fall mehr – je größer die reflektierende Fläche ist, desto besser ist man im Straßenverkehr sichtbar und beugt Unfällen vor. Selbst große Objekte wie ein Pferd sind in der Dämmerung für den Autofahrer nur schlecht sichtbar. Qualitativ hochwertige Leuchtartikel reflektieren auf eine Distanz von bis zu 120 Metern. Autofahrer werden damit frühzeitig auf Pferd und Reiter aufmerksam und können dementsprechend reagieren.

Beim Pferd sind besonders Leuchtgamaschen empfehlenswert. Während der Körper des Pferdes oft erst sehr spät vom Scheinwerferlicht erfasst wird, kommen die Beine des Pferdes schon viel früher in die Reichweite des Lichtkegels. Hat man aus einem Grund nicht vier reflektierende Gamaschen zur Verfügung, sollte man zumindest das linke Beinpaar mit Leuchtgamaschen versehen.

Eine reflektierende Nierendecke macht den gesamten Pferdekörper besser sichtbar. Damit auch die Vorderseite des Pferdes für entgegenkommende Autos beleuchtet ist, sind Leuchtstreifen für Vorderzeug, Zaumzeug und Zügel erhältlich.

Ein absolutes Muss – weil gesetzlich in §79 StVO verankert – ist die Kennzeichnung durch eine „hellleuchtende Laterne“ an der linken Seite. Für den Begriff Laterne gibt es in der StVO keine genauere Regelung. Wichtig ist nur, dass die Lampe Pferd und Reiter klar erkennbar macht. Eine Stieifellampe oder eine am Steigbügel befestigte Leuchte sind ausreichend. Bei nicht-Einhaltung der StVO drohen dem Reiter Geldstrafen bis zu 726 Euro.

Damit man auch sieht, wohin man reitet und welche eventuellen Hindernisse – wie Wurzeln – am Boden lauern, empfiehlt es sich eine Stirnlampe zu tragen. In den meisten Reitsportfachgeschäften ist eine Auswahl an Helmlampen erhältlich. Einige Lampen können ganz einfach an der Krempe des Helms befestigt werden. Vorsicht nur beim ersten Tragen der Lampe. Man sollte das Pferd zunächst vom Boden aus mit der neuen Lichtquelle vertraut machen. Es könnte durchaus passieren, dass sich das Pferd beim ersten anknipsen vom Rücken aus erschreckt.

Mit der richtigen Ausrüstung kann man  der dunklen Winterzeit trotzen und selbst nach Einbruch der Dunkelheit schöne Stunden mit dem Pferd verbringen. Und eine verschneite Winterlandschaft hat bei Mondlicht ihren ganz eigenen Reiz…

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