Der heilige Abend rückt immer näher. Wundervoll geschmückte Weihnachtsbäume, bunt verpackt Geschenke und leuchtende Kinderaugen machen den 24. Dezember zu einem der schönsten Tage im Kalenderjahr. Ein besonderes Geschenk für pferdebegeisterte Kinder sind Gutscheine für Reitstunden. Vor allem wenn es die ersten sind. Eltern, die selbst bisher nicht mit dem Reitsport in Berührung kamen, fällt es häufig schwer, die passende Reitschule zu finden. Wir bieten Ihnen einen Leitfaden, worauf man bei der Suche achten sollte.

Der erste Eindruck zählt. Dieses Credo trifft auch bei der Suche nach einem guten Reitstall zu. Bevor man sich tatsächlich für einen Betrieb entscheidet, sollte man ein „Schnuppertraining“ vereinbaren. Gewissenhafte Betriebe werden ein solches gerne anbieten. Betritt man den Stall zum ersten Mal, ist es wichtig, die Eindrücke wirken zu lassen. Wie wird man begrüßt? Nimmt man sich Zeit und wird man herumgeführt? Wird auf Fragen eingegangen? Begegnet einem der Reitlehrer offen und freundlich?

Reitställe gibt es viele. Und ebenso viele Menschen, die als Reitlehrer fungieren. Um die Qualität des Ausbildungsbetriebes festzustellen, sollte man den Ausbilder nach seiner Qualifikation und Berufserfahrung befragen. Der Dachverband des Pferdesports in Österreich, OEPS genannt, bietet fundierte Ausbildungen, um qualitätsvollen Unterricht zu garantieren. Reitlehrer, die eine solche Ausbildung absolviert haben, bekommen eine Plakette verliehen, die häufig im Stall aufgehängt wird. Ansonsten gilt es: Fragen stellen! Ausgebildete Trainer werden gerne von ihrer Erfahrung und ihrer (Trainer-)Laufbahn im Pferdesport berichten.

Zustand der Pferde
Das große Aushängeschild einer Reitschule sind die Schulpferde. Ob ein Betrieb viele oder wenige Lehrpferde besitzt ist – soweit die Pferde nicht überlastet werden – nebensächlich. Vielmehr zählt die Qualität der Schulpferde. Wie gut sind diese ausgebildet? Werden sie auch regelmäßig von qualifizierten Personen geritten und ausgebildet? Wie ist der Gesamteindruck der Pferde?
Schulpferde sind den Umgang mit vielen unterschiedlichen Personen gewohnt. Dies liegt gewiss nicht jedem Pferd, Lehrpferde sollten aber entspannt und neugierig auf Menschen reagieren. Sie sollten zufrieden und gesund wirken. Einen guten Gesundheitszustand erkennt man unter anderem an glänzendem Fell, wachen Augen und gepflegten, nicht riechenden Hufen. Der Ernährungszustand ist ein weiteres Indikat für eine gute, artgerechte Haltung der Tiere. Bei gut genährten Pferden sind die Rippen nicht sichtbar, aber unter dem Fell gut spürbar.
Auch die Haltungsbedingungen der Tiere sollten ein maßgeblicher Punkt in der Entscheidungsfindung sein. Haben die Tiere Koppelgang und große, helle Boxen? Haben sie Kontakt mit anderen Pferden und werden sie abwechslungsreich bewegt?
Lassen Sie auch den Gesamteindruck des Stalls auf sich wirken. Stall, Ausrüstung, Pferde und etwaige andere Tiere wie Hunde oder Katzen sollten gepflegt wirken.

Wie wird unterrichtet?
Auch die Art des Unterrichts ist ein wichtiges Kriterium. In vielen Reitschulen ist Bahnunterricht mit mehreren Pferden gang und gäbe. Dieser eignet sich tatsächlich gut, um Routine zu sammeln und die Hufschlagfiguren zu verinnerlichen. Hat man zuvor noch nie auf einem Pferd gesessen, sind Longestunden, alleine aus Sicherheitsgründen, ein Muss. Zudem kann sich der Reitlehrer auf den einzelnen Schüler konzentrieren und den Sitz permanent verbessern. Qualitätsvolle Reitschulen bieten den Bahnunterricht mit wenigen Schulpferden oder gar Einzelstunden an. Diese bringen dem Reitschüler weitaus mehr, da sich der Reitlehrer während des Unterrichts permanent auf den jeweiligen Schüler konzentrieren kann.

In guten Reitschulen geht der Unterricht auch über die Reitstunde hinaus. Die Reitlehrer nehmen sich im Idealfall auch vor und nach den Stunden Zeit für ihre Schüler, erklären ihnen die richtige Pferdepflege, wie man dem Pferd die Ausrüstung richtig anlegt und wie der Vierbeiner nach dem Training versorgt werden muss. Eine besondere Auszeichnung für das Können des Ausbilders ist es, wenn er auch während des Unterrichts theoretisches Wissen zu den Bewegungsabläufen des Pferdes und der richtigen Hilfengebung vermittelt.

Neben all der Faktoren, die eine gute Reitschule ausmachen, ist ein Punkt wohl am wesentlichsten: der Wohlfühlfaktor. Reiten soll Spaß machen! Der Reitschüler soll gerne zum Unterricht kommen und auch seine Freizeit im Stall verbringen wollen. Ist das gegeben und wird ihm auf kompetente und qualitätsvolle Weise das Einmaleins des Reitens beigebracht, dann kann man sich sicher sein, dass der perfekte Stall bereits gefunden wurde!

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