Englisch, schwedisch und mexikanisch steht nicht nur für Flaggen und verschiedene Küchen, sondern auch für Zaumzeuge. Doch worin unterscheiden sich die diversen Zäume?

Der eigentliche Trensenzaum besteht lediglich aus zwei Backenstücken, dem Genickstück, einem Kehlriemen und einem Stirnband. An den beiden Backenstücken wird das Gebiss eingeschnallt. Die entscheidenden Unterschiede entstehen erst durch die Wahl des Reithalfters. Hier gibt es mittlerweile eine große Auswahl, die je nach Wirkung verschieden auf Kopf und Maul des Pferdes wirken. Wir stellen euch die gängigsten unter ihnen vor.

Englisches und englisch kombiniertes Reithalfter
Das englische Reithalfter ist wohl die am häufigsten verwendete Art der Zäumung. Es besteht aus einem Backenstück pro Seite und einem breiten Nasenriemen. Dieser läuft hinter dem Gebiss unter dem Backenstück der Trense durch und wird am Unterkiefer verschnallt. Die meisten Pferde tragen ein englisch kombiniertes Reithalfter, das neben dem Nasenriemen noch einen so genannten Sperrriemen enthält. Dieser ist in der Mitte des Nasenriemens am Nasenrücken befestigt und wird vor dem Gebiss verschnallt. Er soll ein Verrutschen des Gebisses und ein Öffnen des Mauls verhindern. Der Sperrriemen darf keinesfalls auf den Nasenflügel drücken oder zu eng verschnallt werden, da sonst die Atmung behindert werden kann. Das englisch kombinierte Reithalfter ist damit eigentlich eine Mischform des englischen und des Hannoverschen Reithalfters.

Hannoversches Reithalfter
Das Hannoversche Reithalfter besteht wie das englische aus zwei Backenstücken, das breitere Nasenband ist durch einen Ring auf beiden Seiten mit den Backenstücken verbunden. Der untere Teil des Nasenriemens, der so genannte Kinnriemen, wird vor dem Gebiss verschnallt. Auch bei diesem Reithalfter muss man darauf achten, dass es nicht zu fest verschnallt wird, da sonst die Atmung des Pferdes behindert wird. Der Nasenriemen muss hoch genug verschnallt sein, damit er nicht auf den Nasenflügel drückt, allerdings auch nicht zu hoch, da sonst der Kinnriemen das Gebiss in die Maulwinkel hochdrücken könnte.

Schwedisches Reithalfter
Eine weitere Mischform des englischen Reithalfters ist das so genannte schwedische Reithalfter. Es hat wie das englische Reithalfter einen breiten Nasenriemen, der hinter dem Gebiss verschnallt wird. Im Gegensatz zu diesem verfügt der Nasenriemen des schwedischen Reithalfters beim Verschluss über eine Umlenkung. Die Schnalle ist außerdem zusätzlich gepolstert. So wird der Druck über den gesamten Nasenriemen verteilt.

Mexikanisches Reithalfter
Beim mexikanischen Reithalfter kreuzen sich zwei dünne Nasenbänder auf dem Nasenrücken. Die beiden Nasenbänder werden hinter und vor dem Gebiss verschnallt. Dieses Reithalter ist vor allem im Springsport beliebt, da durch den hoch angesetzten Nasenriemen die Atmung nicht behindert wird.


 

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