Pferdewissen: 10 Tipps, woran man einen guten Stall erkennt

Jeder will nur das Beste für sein Pferd. Ein großer Faktor ist die Haltung. Sie hat starken Einfluss auf Physis und Psyche des Pferdes. Aber wie erkennt man bei der ersten Besichtigung, ob ein Reitstall gut ist? Wir haben 10 Tipps für dich!

  1. Erster Eindruck. Nicht umsonst sagt man, der erste Eindruck ist entscheidend. Also lasse die ersten eindrücke auf dich wirken und siehe dich genau um. Wirkt der Stall sauber und gepflegt? Schauen die Pferde gesund und entspannt aus? Wie wirken andere Einsteller bei der ersten Begegnung?
  2. Frische Luft. Haben die Pferde Paddockboxen, Koppelgang oder gar Offenstallhaltung? Bei Boxenhaltung sollte der tägliche Koppelgang absolutes Muss sein. Dabei dürfen die Koppeln natürlich nicht zu klein für die Anzahl an Pferden sein. Kläre auch, wie viel Zeit die Pferde auf der Koppel verbringen dürfen und ob sie vom Stall auf die Koppel gebracht und geholt werden. Die Koppeln sollten außerdem über einen wetterfesten Unterstand und Tränken verfügen. Ein Zugang zu Wiesenkoppeln im Sommer ist ein weiterer Bonus!
    Bei Offenstallhaltung gilt zudem darauf zu achten, dass es separate Boxenen gibt, in denen kranke oder verletzte Tiere von der Herde abgesondert werden können. Wichtig ist zudem, ob die Pferde sicher auf den Koppeln verwahrt werden. Daher Umzäunung und Tore checken!
  3. Freunde? Ausreichender Sozialkontakt ist für jedes Lebewesen wichtig. Kläre ab, ob dein Pferde alleine oder in der Gruppe auf die Koppel kommt, wer seine Boxennachbarn sind und wie die Gruppendynamik in der Herde aussieht. Verantwortungsbewusste Stallbetreiber können dir darüber Auskunft geben.
  4. Gute Nacht! Egal ob in Offenstall- oder Boxenhaltung. Ein guter Schlafplatz ist für die Erholung und die Psyche des Pferdes von großer Bedeutung. Gibt es im Offenstall einen abgesonderten Schlafbereich, eventuell mit Stroh aufgeschüttet? Wie groß sind die Boxen deines Pferdes? Kann es sich problemlos bewegen und umdrehen und auch ausgetreckt hinlegen? Man geht von einer idealen Mindestgröße von 3×4 Metern aus. Wie häufig wird die Einstreu gewechselt? Ist diese trocken und ausreichend hoch oder scheint der Boden durch?
  5. Mahlzeit! Was und wie häufig wird gefüttert? Heu sollte mindestens zweimal täglich zur Verfügung gestellt werden. In guten Ställen werden individuelle Fütterungswünsche (Müsli, Pellets etc.) berücksichtigt. Wichtig ist außerdem die Qualität des Raufutters. Hier empfiehlt es sich, einen Blick auf den Lagerplatz des Futters zu werfen. Wird dieses dementsprechend gut gelagert, wird der Stallbetreiber kein Problem damit haben, einem diesen zu zeigen.
  6. All inclusive. Wer kümmert sich um das Pferd, wenn man einmal keine Zeit hat? Kann man auch ruhigen Gewissens mal einen Tag nicht in den Stall fahren und weiß, dass das Pferd gut aufgehoben ist? Wirft jemand mehrmals täglich ein Auge auf das Pferde, sodass etwaige Verletzungen oder Erkrankungen sofort auffallen? Und wird im Notfall auch dementsprechend schnell gehandelt? Welche Leistungen sind inbegriffen und was muss man selbst erledigen? Wird das Pferd auf die Weide geführt? Werden ihm auf Wunsch Decke und Bandagen angelegt? Wird es gefüttert?
  7. Infrastruktur. Was hat der Reitstall sonst zu bieten? Gibt es Reitplätze? Sind diese beleuchtet? Ist eine Halle vorhanden? Kann man ausreiten gehen? Gibt es einen Wasch- und Putzplatz? Bekommt man einen ausreichend großen Schrank in der Sattelkammer? Wie ist die Sattelkammer gesichert? Gibt es einen Longierzirkel oder gar eine Schrittmaschine? Ist Hindernismaterial vorhanden?
  8. Arbeit. Auch Training muss sein. Man sollte vorher mit dem Stallbetreiber abklären, ob es stalleigene Trainer gibt oder ob auch externe Trainer für Stunden in den Stall kommen dürfen.
  9. Stinkt’s? Das Klima ist in zweierlei Hinsicht von Bedeutung. Wird der Stall ausreichend gelüftet und herrscht im Stall eine frische Luft? Und wir vertragen sich die Einsteller untereinander? Gibt es gemeinsame Aktivitäten und Feiern?
  10. Leistbar? Ein nicht unwesentlicher Faktor ist natürlich der finanzielle Aufwand. Ist der Stall erschwinglich? Und wie sind die Preise im Vergleich mit anderen Ställen der Region? Stimmen Preis- und Leistungsverhältnis überein?

Bist auch du auf der Suche nach einem neuen Stall? Wir helfen dir bei der Suche! Mit der Pferdesport-Online-App findest du mit nur einem Klick freie Ställe in deiner Nähe!


 

Pferdewissen: 10 Tipps, woran man einen guten Hufschmied erkennt

Hufschmiede sind für jedes Pferd unentbehrlich und maßgeblich für die Hufgesundheit  verantwortlich. Wenn es für das Pferd zur Pediküre geht, sollte man sich deshalb sicher sein, dass man nur Experten an die Füße des geliebten Vierbeiners heran lässt. Schlecht beschnittene Hufe oder falsch montierte Eisen können auf kurze und lange Sicht fatale Auswirkungen auf die Hufgesundheit haben.

 Doch woran erkennt man einen guten Hufschmied?

  1. er kann eine staatlich geprüfte Ausbildung vorweisen
  2. er arbeitet gründlich und gewissenhaft
  3. er verfügt über fundiertes Fachwissen und kann jederzeit erklären was er warum macht
  4. er kennt sich am Markt aus, weiß über Innovationen und verschiede Beschlagsarten bzw. –techniken Bescheid und bildet sich laufend fort
  5. er wählt für jedes Pferd eine individuell passende orthopädische Lösung
  6. er kann gut mit Pferden umgehen
  7. er verfügt über gutes Fachwissen über Hufkrankheiten und Verletzungen des Bewegungsapparates und arbeitet bestenfalls eng mit Tierärzten zusammen
  8. er begutachten das Pferd vor und nach dem Beschlag im Schritt und Trab
  9. er nimmt sich ausreichend Zeit für den Beschlag des Pferdes und die Beratung des Pferdebesitzers
  10. er passt das Hufeisen gründlich und genau an den Huf an – schließlich ist jeder Pferdeschuh Maßarbeit.

Ihr seid noch auf der Suche nach einem passenden Hufschmied? Dann werft doch einen Blick in unser Hufschmiede-Register online oder auf der Pferdesport-Online-App. Hier findet ihr Kontaktdaten sämtlicher Schmiede in eurer Nähe!


 

Klappe auf!

Pferdesport-Online.com macht den Test! Halten Pferde-Produkte ihre Versprechen?

Innovative Sattelkonzepte, Zusatzfutter bei starker Belastung oder medizinische Techniken zur Therapieunterstützung – Hersteller und Unternehmen bringen eine breite Palette an Pferde-Produkten auf den Markt und preisen diese dementsprechend an.

Wir machen uns nun mit Kamera und vielen Fragen im Gepäck auf den Weg und stellen diese Produkte auf die Probe. Dabei werden Produkt und Hersteller vorgestellt, wichtige Produktinformationen eingeholt und auch direkt unter Probe gestellt. Das Ergebnis unserer Selbstversuche könnt ihr dann in Form eines Videos ansehen.

 Die ersten Videodrehs sind schon im Kasten und werden demnächst in zweiwöchigen Abständen auf unserem Youtube-Kanal und hier auf dem Pferdesport-Online.com Blog veröffentlicht.

Stay tuned!


 

Wollen auch Sie Ihrem Produkt mehr Plattform bieten und es von uns testen lassen?

Dann kontaktieren Sie uns über support@pferdesport-online.com oder unter +43 664 / 22 65 022!


 

Gut gestylt zum ersten Turnier

Die Aufregung vor dem ersten Turnier ist groß. Hat man alles eingepackt? Genug trainiert? Und vor allem – wie putzt man sich am besten heraus? Im Viereck ruhen nicht nur die Augen des Richterkollegiums auf einem, auch von Konkurrenz und Zusehern wird man genau unter die Lupe genommen. Ein gutes Auftreten ist da Pflicht!

Was gehört also zu einem gelungenen ersten Eindruck dazu?

Striegeln und Putzen bis alles glänzt – so lautet die Devise für ein perfekt gestyltes Pferd. Am besten wird der vierbeinige Sportler schon am Vortag mit reichlich Shampoo blitzeblank gewaschen. Auch Mähne und Schweif kann man am Abend einflechten – das spart Zeit vor der Abfahrt am Turniertag.

Nicht nur der vierbeinige Partner, sondern auch Sattel- und Zaumzeug sollten vor der Fahrt aufs Turnier gründlich gereinigt werden. Am besten gelingt das mit einer speziellen Lederseife und einer anschließenden Nachbehandlung mit Lederfett bzw. –glanzcreme.

Für ein kurzes Aufpolieren bevor es tatsächlich ins Viereck  oder den Parcours geht, empfehlen sich Leder-Reinigungssprays, die man ganz problemlos auch noch kurz vor dem Start für den letzten Schliff aufsprühen und mit einem Tuch kurz einreiben kann.

Während in der Dressur eine schneeweiße Schabracke zum guten Ton gehört, geht es etwa im Springsport farbenfroher zu. Eine farbige Schabracke sollte auf jeden Fall mit dem Ton der Gamaschen und – für die Perfektionisten unter den Reitern – auch farblich mit dem Sakko abgestimmt werden.

Auch das Outfit des Reiters muss natürlich stimmen. Ein absolutes Muss ist dabei eine weiße Reithose und glänzend polierte Lederstiefel. Ob die Reithose Voll- oder nur Knielederbesatz hat, ist dem eigenen Geschmack überlassen. Zum guten Ton gehört ein schickes Turniershirt oder – vor allem in der Dressur – eine weiße Bluse mit Plastron. Während Dressurreiter meist schwarze Sakkos oder in höheren Klassen Fracks tragen, dürfen die Jackets im Springsport auch bunt ausfallen. Es empfiehlt sich, auf eine gute Passform und vor allem genügend Bewegungsfreiraum zu achten. Weiße Handschuhe, ein schicker Helm (oder in höheren Dressur-Klassen Zylinder) und ein Haarnetz zur Bändigung der eigenen Mähne runden das gelungene Turnieroutfit ab.


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